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17.01.2019, 18:21 Uhr
CDU Babelsberg diskutiert Thema Stadtentwicklung in Potsdam
Am Donnerstag, 17. Januar 2019, lud die CDU Babelsberg in das Kulturhaus Babelsberg im Rahmen eines Neujahrsempfangs zu einer mitgliederoffenen Diskussion zum Thema Stadtentwicklung in Potsdam ein. Die Veranstaltung bildete den Auftakt in das Wahlkampfjahr 2019, das mit der Kommunal- und Europawahl am 26. Mai 2019 und mit der Landtagswahl am 1. September 2019 aufwartet.
Lars Eichert (Mitte), im Austausch mit Götz Friederich (rechts) und Tanja Mutschischk
20 Gäste, Mitglieder und Freunde nutzen die Gelegenheit, um mit Lars Eichert (Foto Mitte), Stadtverordneter der CDU und Mitglied im Ausschuss für Stadtentwicklung, Bauen und Verkehr, und mit Götz Friederich (rechts), CDU-Kreisvorsitzender Potsdam, intensiv über die räumliche und strukturelle Weiterentwicklung der gesamten Stadt und einzelner Stadtquartiere zu diskutieren. 

Dabei standen folgende von der CDU Babelsberg aufgeworfene Fragen im Mittelpunkt:

Wie kann die Stadt Wohnraum für die wachsende Einwohnerschaft schaffen?

Welche Verkehrsinfrastruktur wird dafür benötigt?

Gibt es genug Kindergärten und Schulen für die kommenden Jahre?

Wie sieht es mit Freizeitaktivitäten aus?

Wo kommen die Potsdamer Studenten unter?

Wir kann das Stadtgrün erhalten werden?

Der Bau neuer Tramlinien und von Schulgebäuden, die Erschließung neuer Wohnflächen sowie die Aufrechterhaltung und Pflege der Grünanlagen in Babelsberg wurden daher thematisiert.

Friederich unterstrich die Potentiale des Stadtbezirkes:
„Die Vielfältigkeit der Herausforderungen, denen sich die Landeshauptstadt Potsdam gegenübersieht, gelten ebenso für den Stadtbezirk Babelsberg / Zentrum-Ost: Wohnen, Verkehr, Einzelhandel, Wirtschaft, Kitas, Schulen, Sportanlagen… alle dies sind Themen, die in Babelsberg vorausschauend entwickelt und gestaltet werden wollen und müssen, wenn Babelsberg nicht den Anschluss an die prosperierende Entwicklung des Speckgürtels um Berlin herum verpassen will. Was für die Stadt gilt, gilt auch und gerade für Babelsberg. Babelsberg ist dabei herausragend eingebettet in ein sensationell einmaliges Umfeld: Welterbe mit Weberviertel, Park und Schloss, Medienstadt, Universität mit dem einzigartigen Hasso Plattner Standort und vitales Sportzentrum – Babelsberg, 14482, da steckt so viel drin!“

Es wurde in der Diskussion deutlich, dass Potsdam ein einheitliches Konzept, ein Masterplan für die Entwicklung der Stadtbezirke fehlt, was für eine vorausschauende Stadtentwicklung einer wachsenden Stadt mit nur noch wenigen Entwicklungsflächen aber notwendig ist.

Eichert führte dazu aus:
„Den Zuzug nach Potsdam regulieren zu können, ist eine Illusion. So schön und lebenswert wie Potsdam ist, muss uns auch nicht wirklich wundern, dass so viele Menschen hierher kommen wollen. Wenn wir diese hohe Qualität erhalten oder noch verbessern wollen, reicht es nicht aus, alte Pläne fortzuschreiben. Vielmehr müssen wir mit aktuellen Zahlen und ohne Denkverbote den Neubau, die Verdichtung in den vorhandenen Stadtteilen, die Weiterentwicklung des Verkehrs aber auch den Erhalt von innerstädtischen Grünflächen planen."

Die Schaffung von Synergien im Angesicht knapper Entwicklungsflächen rückte damit in den Mittelpunkt des Austausches.

Clemens Viehrig
, Stadtverordneter und Spitzenkandidat der CDU für die Landtagswahl im Wahlkreis 21, zu dem u.a. Babelsberg zählt, betonte:
"Aufgrund der wenigen verfügbaren Flächen in Babelsberg, wird sich die zentrale Frage um deren Potenziale drehen. Nur mit innovativen Denkweisen werden wir neue Synergien und beispielsweise Doppelnutzungen auf den wenigen verfügbaren Flächen erschließen können, die auch den gestiegenen Anforderungen nach Wohnen, Arbeit und Freizeit gerecht werden. Die Veranstaltung des Stadtbezirksverbandes Babelsberg ist daher ein gelungener Anstoß für zukünftige Gestaltungsideen.“

Mehrmals stellten die Diskutanten zudem die aktive Potsdamer Bürgerschaft mit ihrem vielfältigen sozialen und kulturellen Engagement heraus und warben dafür, deren Ideen und Bedürfnisse kooperativ in Entscheidungen von Stadtverwaltung und Politik miteinzubeziehen.

Im Anschluss an die intensive Diskussion wurden die gewonnenen Erkenntnisse beim Neujahrsempfang der CDU Babelsberg vertieft und weitere Standpunkte ausgetauscht.

Die Vorsitzende Tanja Mutschischk fasste den Abend folgendermaßen zusammen:
Das stetige Wachstum unsere Stadt können wir nicht aufhalten. Wichtiger ist es hier, gemeinsam innovative Lösungen zur Bewältigung der kommenden Herausforderungen für die Stadtentwicklung nicht nur aufgrund des Wachstums zu finden. So kann zum Bespiel eine Grünfläche auch einen wesentlichen Beitrag für die erhöhten Anforderungen der Infrastruktur leisten und dient in Zukunft nicht nur als erholsames Grün. Gern stehen wir hier mit fachlicher Kompetenz und hohen bürgerlichen Engagement der Stadtverwaltung zur Seite.“



Unser Fazit: Wir werden im anstehenden Wahlkampf herausstellen, dass wir u.a. für ein ganzheitliches Stadtentwicklungskonzept eintreten werden und bei der Planung auf mehr Bürgerbeteiligung setzen wollen. Diese Beteiligung soll beispielsweise Vereine mit einbeziehen, damit auch die Wünsche der Bürger berücksichtigt werden können. Leben, Kultur, Arbeit, Freizeit und Gemeinschaft in Babelsberg sollen miteinander vereint werden können.